Regelwerk

Allgemein

Ein Poetry Slam ist ein literarischer Wettbewerb. Poetinnen und Poeten tragen einem Publikum selbst verfasste Texte innerhalb eines Zeitlimits vor. Eine aus dem Publikum ausgewählte Jury bewertet.

Beim Ö-Slam 2018 treten 32 Künstlerinnen und Künstler in der Kategorie EINZEL an. Hinzu kommen noch zehn Teams in der Kategorie TEAM.

Der Einzelwettbewerb besteht aus vier Vorrunden und einem Finale. Der Teamwettbewerb besteht aus einem Finale.

Die Jury besteht in den Vorrunden aus sieben Personen, in den Finales aus elf Personen. Der Wertungsspielraum liegt zwischen 1,0 (niedrigste) und 10,0 (höchste). Die niedrigste und höchste Wertung werden gestrichen.

Mögliche Änderungen sind dem Organisationsteam vorbehalten.

 

Wettbewerb

ZEITLIMIT

Das Zeitlimit beträgt 5:30 Minuten.
Die Zeitmessung beginnt mit dem ersten Wort bzw. der ersten auftrittsspezifischen Geste.

Nach Ablauf von 5:15 Minuten wird die Poetin / der Poet durch ein akustisches Signal auf die ablaufende Zeit hingewiesen. Nach 5:30 Minuten wird das Mikrofon stummgestellt. Wird der Auftritt dann nicht beendet, gibt es pro angefangener 5 Sekunden Zeitübertretung (gilt ab 5:30 Minuten) 0,5 Punkte Abzug.

TEXTE UND PERFORMANCE

Es dürfen nur selbstgeschriebene Texte vorgetragen werden. Grundsätzlich gilt, dass kein Text zweimal vorgetragen werden darf. Das bedeutet, man braucht mindestens drei verschiedene Texte, um den Ö-Slam zu gewinnen.

1x Vorrunde
1x Finale
1x finales Stechen

Erlaubt sind alle Gattungen, Stilformen und Genres. Erlaubt sind Medien (Textblätter, Bücher, Handys, Tablets), von denen der Text gelesen wird.

Gesang ist zitatweise erlaubt, darf aber nicht mehr als 30% des Vortrags ausmachen.

Nicht erlaubt sind Kostüme und Requisiten. Dazu gehört auch das Präparieren des texttragenden Mediums. Jenes texttransportierende Medium darf auch nur als solches benutzt werden – jegliche Sonderfunktionen (Klingeln etc.) gilt als Requisite. Erlaubt ist jedoch Performance mit Hilfe des Mediums. Konkret: Ein auf ein Textblatt aufgemaltes Bild, das im Text verwendet wird, gilt als Requisite, das Zerreißen des Textblattes als dramatischer Effekt wäre erlaubt.

Ebenso nicht erlaubt, sind Textwiederholungen von vorherigen Ö-Slams. (Texte, die bei einem vorherigen Ö-Slam im Rahmen eines Features vorgetragen wurden, sind davon unbetroffen.)

Teamtexte, die mehr als 50% Deckungsgleichheit mit Einzeltexten vorweisen (und umgekehrt) sind nur in einer der beiden Kategorien zulässig, oder fallen – sofern sie in einer Variante bereits beim Ö-Slam vorgetragen wurden – unter Textwiederholung. Bei Unklarheiten ist vor Beginn der Meisterschaften das Orga-Team zu konsultieren.

Erlaubt sind alle Texte, die die oben genannten Bestimmungen erfüllen. In jeder Runde (inklusive dem Stechen im Finale) ist ein neuer Text vorzutragen.
Das bedeutet im besten Fall benötigt man in der Kategorie EINZEL drei Texte, in der Kategorie TEAM zwei.

Der Vorrundentext im Einzel ist nur im Sonderfall des erweiterten Stechens wiederholbar (siehe unten).

 

Ablauf

EINZEL

VORRUNDEN
Es gibt vier Vorrunden zu je acht antretenden Künstlerinnen und Künstlern. Diese werden im Vorfeld des Ö-Slams in eine der Vorrunden gelost. Jeweils zwei Vorrunden finden an einem Abend nacheinander statt.

Die Losung der Startreihenfolge innerhalb der Vorrunden findet spätestens eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn statt.

Die Publikumsjury bewertet nach jedem gehörten Text. Aus jeder Vorrunde steigen zwei Personen in das Finale auf. Jede Vorrunde wird in zwei Vierergruppen geteilt. Die Punkthöchsten der jeweiligen Vierergruppe ziehen direkt ins Finale ein. Die oder der punkthöchste Verbleibende aus  b e i d e n  Vorrunden des Abends zieht ebenfalls ins Finale ein.

Sieben Jury-Mitglieder bewerten die gehörten Texte mit Punktetafeln von 1,0 bis 10,0. Die höchste und niedrigste Wertung werden gestrichen. Damit ergibt sich eine Höchstwertung von 50 Punkten.

Bei Punktegleichheit entscheidet die Jury nach A/B-Prinzip (d.h. sie entscheiden sich für eine der beiden Personen und zeigen dies durch ihre Tafeln). Streichwertungen werden nicht reaktiviert.

FINALE
Im Finale stehen zehn Künstlerinnen und Künstler. Die Reihenfolge wird am Tag des Finales ausgelost.

Die Künstlerinnen und Künstler treten in zwei Fünfergruppen an. Die/der Punkthöchste jeder Gruppe qualifiziert sich für das Stechen. Die verbleibende punktehöchste Person aus  b e i d e n  Gruppen qualifiziert sich ebenfalls für das Stechen. Damit stehen drei Personen im finalen Stechen. Die Reihenfolge des Stechens wird gelost.

Bei Punktgleichheit entscheidet die Jury nach A/B-Prinzip. Sollte es im Stechen zu einer Punktgleichheit kommen, wird zuerst ein erweitertes Stechen durchgeführt (hierbei darf der Vorrundentext wiederholt werden). Sollte dies keine Entscheidung herbeiführen, greift das A/B-Prinzip.

Sollten Platz 2 und 3 des Stechens punktgleich stehen, entscheidet hier (und nur hier) die Streichwertung (wenn diese ident ist, die höhere) über die Reihung. Aus dramaturgischen Gründen wird es hier keine A/B-Abstimmung geben, die Reihung nach Platz 2 und 3 ist jedoch zu vollziehen, da dies für weiterführende Wettbewerbe relevant sein kann.

TEAM

Der Teambewerb besteht aus einem direkten Finale. Zehn Teams werden in zwei Fünfergruppen aufgeteilt. ACHTUNG: Es ist nicht möglich, mit zwei oder mehreren Teams anzutreten. Die Auftrittsreihenfolge wird am Tag des Finales gelost.

Das punkthöchste Team jeder Fünfergruppe qualifiziert sich für das Stechen. Damit stehen 2 Teams im Stechen.

Bei Punktgleichheit entscheidet das A/B-System (gilt für Finale und Stechen).